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der bootcamper blog

Superfood aus deinem Garten

Wer Ernährungsratgeber liest, kommt derzeit nicht um sie herum: Goji, Maca und Chia. Die hippen Beeren, Wurzeln und Samen gelten als «Superfood». Dabei gibt es heimische Alternativen, die mit den nährstoffreichen Lebensmittel aus Übersee locker mithalten können.

 

«Iss dein Gemüse auf!», mahnte schon die Grossmutter, «da stecken gute Vitaminen drin». Dann kam die Superfood-Welle und änderte die Wahrnehmung grundlegend. Seither kann Gutes nicht exotisch genug klingen, nicht von weit entfernt genug herkommen. Quinoa, Açai, Spirulina: Sie alle stehen für nährstoffreicher Food, der so unglaublich gesund sein soll, dass ihm die Vermarkter das Label «Super» verpasst haben. Superfood wird mit dem Versprechen feilgeboten, gesünder, schöner, schlanker und fitter zu machen. Tatsächlich beinhalten sogenannte Superfoods viele positive Nährstoffe, die als Teil einer vielseitigen Ernährung eine gesunde Lebensweise unterstützen können. Allerdings trifft dies auch auf Früchte und Gemüse zu, die im Schrebergarten hinter dem Haus wachsen.

Vitamine

Klar, die Acerola-Kirsche ist cooler als Kohl. Wer auf eine vitaminhaltige Ernährung achtet, kann aber genauso gut Broccoli, Grün- oder Rosenkohl essen. Hoch im Kurs sind bei Vitaminliebhabern derzeit auch Goji-Beeren. Dabei stecken in Erdbeeren mehr Vitamine. Auch sehr vitaminreich sind Brom-, Heidel-, Holunder- und schwarze Johannisbeeren, die zudem sekundäre Pflanzenstoffe beinhalten.

Sekundäre Pflanzenstoffe

Die Maca-Wurzel aus Südamerika ist reich an Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen. Statt auf die angebliche Wunderknolle kann bei Bedarf auf Kartoffeln, Pastinaken, Rettich oder Rüben gesetzt werden, die erst noch viele Spurenelemente, Vitamine und Mineralstoffe enthalten. Und – gute Nachricht für alle Sparfüchse – als Ergänzung zu Spinat eignen sich in besonderem Masse auch Löwenzahn oder Brennnesseln.

Mineralstoffe

Trendsetter nehmen Moringa-Blätter und Spirulina zu sich, wenn sie Bedarf nach Eisen, Kalium und Kalzium haben. Das gleiche Ziel erreicht man allerdings auch mit Spinat, Kresse und Petersilie.

Antioxidantien

Açai-Beeren sind ein ausgezeichneter Antioxidantien-Lieferant. Bei der Verarbeitung der südamerikanischen Beeren gehen aber leider viele Inhaltsstoffe verloren. Ökobewusste Konsumenten setzen daher eher auf Oliven, die neben Antioxidantien auch noch Reich an Vitaminen sind.

Ballaststoffe und Omega-3-Fettsäuren

Wer sich auf der Toilette schwertut, weiss die Wirkung von Ballaststoffen zu schätzen. Die Einnahme von Nüssen oder Rapsöl kann dabei sehr hilfreich sein. Und man kann auf Chia-Samen aus Lateinamerika verzichten.

Grossmutter hat immer recht

Im Grundsatz hat sich seit Grossmutters Zeit an den Empfehlungen für eine gesunde Ernährung also nichts geändert. Gesund sind viel Gemüse und Vollkorn-Produkte, Portionen, die nicht zu gross sind und eine gewisse Zurückhalten beim Konsum von Zucker, Fett und Fleisch. Für das übrige Wohlbefinden sorgt regelmässiges Sporttreiben, beispielsweise in einem Bootcamp. Das ist für den Körper Kraftstoff, der wirklich «Super» ist.